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David Kuchenbuch | Historiker

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"Im Zweifel für den Zweifel."
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FORSCHUNG

(See short english version below.) Als Zeithistoriker arbeite ich seit rund 15 Jahren in verschiedenen Positionen zur Geschichte der europäischen und transatlantischen Moderne. Gegenwärtig bin ich Wissenschaftlicher Koordinator der Leibniz-Preis-Forschungsgruppe „Geschichte und Theorie des globalen Kapitalismus“ am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dort habe ich mich Ende 2019 mit einer Arbeit habilitiert, die sich am Beispiel zweier „Welt-Bildner“ – Richard Buckminster Fuller und Arno Peters – mit der Mediengeschichte des Globalismus im 20. Jahrhundert auseinandersetzt. Mit dieser Studie, die im April 2021 im Böhlau Verlag erschienen ist, greife ich jüngere Forderungen der Globalgeschichte dahingehend auf, die „kritische Ideen- und Imaginationsgeschichte von Globalitätsvorstellungen“ (J. Osterhammel/S. Gänger) voranzutreiben. Konkret befasse ich mich darin ausgehend von zwei biografischen Fallstudien mit Kulturtechniken wie Kartografie, computergestützten Simulationen, aber auch mit globalgeschichtlichen „timelines“ der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Dabei geht es mir um die je spezifischen Wirkungserwartungen, die sich nach 1945 in bestimmten sozialen Gruppierungen der USA und der Bundesrepublik auf den Gebrauch von Medien richteten, die globale Lagen und planetarische Prozesse vermittelten – was jene „globalifizierte“ Perspektive miterzeugte, deren Historizität viele Globalhistoriker*innen nun produktiv zu reflektieren beginnen.

Zurzeit befinde ich mich in der Konzeptionsphase für mehrere neue Projekte, von denen sich eines der Produktion von Prominenz in der Moderne widmen wird. Dabei sollen weniger die vordergründigen Ursachen der Bekanntheit einzelner Starpolitiker*innen, Musiker*innen oder Schauspieler*innen untersucht werden als die Paradoxie des Arbeitsaufwands, der zur Herstellung ihrer öffentlichen Singularität aufgewandt, zugleich aber verunsichtbart werden musste und muss.

Grundsätzlich interessieren mich Forschungsgegenstände, die auf der Grenze verschiedener Teilbereiche der Geschichte liegen, und Ansätze, die methodisch mehrere „Bindestrich“-Geschichtswissenschaften verknüpfen: So kombiniere ich Themen und Verfahren der Wissens- bzw. Wissenschaftsgeschichte und der Mediengeschichte, der Kultur- und der politischen Geschichte – oder, wie in meinem neuesten Buch, biografische Fragen und solche der Global Intellectual History. Darüber hinaus fasziniert mich die Bedeutung von Räumen und Raumwahrnehmungen für historische Entwicklungen.

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

Ich habe an der Carl von Ossietzky University in Oldenburg zur Geschichte von Architektur und Stadtplanung als Form des Social Engineering promoviert (meine Dissertation erschien 2010 als „Geordnete Gemeinschaft. Architekten als Sozialingenieure – Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert“) und im Anschluss daran ein DFG-gefördertes Post-Doc-Projekt zur wissenschaftlichen Erforschung der sozialen Selbstorganisation in den 1930er und 1940er Jahren bearbeitet (Buchveröffentlichung „Das Peckham-Experiment. Eine Mikro- und Wissensgeschichte des Londoner ‚Pioneer Health Centre’ im 20. Jahrhundert“ 2014). Darüber hinaus habe ich mich mit Themen wie der Geschichte der Sommerzeit (siehe den Aufsatz „Ein Atavismus der Hochmoderne?“ in der Historischen Zeitschrift 2018) befasst oder mit der Geschichte der „sozialen Gruppe“ als Gegenstand angewandter wissenschaftlicher Forschung (siehe dazu das mit Hanna Engelmeier und Timo Luks herausgegebene Heft des Mittelweg 36 „Die Gruppe. Zur Geschichte und Theorie eines folgenreichen Konzepts“ 2019/2020).

BIO-NOTE

I am a research associate/lecturer at the Historical Institute of the Justus-Liebig-University in Gießen, Germany. My recent work deals with the media history of globalism, which I have analysed on the basis of biographical case studies on Richard Buckminster Fuller and Arno Peters (‘Welt-Bildner’, published in April 2021). I obtained my PhD at Carl von Ossietzky University in Oldenburg, Germany, with a study on architecture and urban planning as a form of social engineering. My dissertation was published in 2010 as ‘Geordnete Gemeinschaft. Architekten als Sozialingenieure. Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert’. This was followed by a second book on the 1930s' London ‘Peckham-Experiment’ in 2014 (translated into English in 2019). I am currently preparing several new projects, one of which will focus on the production of celebrity. In terms of method, my main fields of interest are the history of knowledge, media history, and (global) intellectual history.

FORSCHUNGSINTERESSEN IN STICHPUNKTEN:

  • Kultur- und Wissensgeschichte der Europäischen Moderne
  • Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts
  • Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaften
  • Geschichte von Globalisierung und Globalismus
  • Geschichte von Urbanisierung, Stadtplanung und Städtebau
  • Geschichte des Social Engineering
  • Geschichte der Prominenz
  • Kapitalismusgeschichte

Lebenslauf


Seit 2019
Wissenschaftlicher Koordinator der Leibniz-Preis-Arbeitsgruppe „Geschichte und Theorie des globalen Kapitalismus“ | Historisches Institut der JLU Gießen
2019 – 2020
Vertretung des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Dezember 2019
Habilitation, Gießen | Venia Legendi für „Neuere und Neueste Geschichte“
2017 – 2018
Elternzeit
2016 – 2017
Förderstipendiat | Historisches Kolleg München
2011 – 2019
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professur für Neuere Geschichte | Historisches Institut der JLU Gießen
2010/11
Visiting Research Fellow | Deutsches Historisches Institut Washington, D.C.
April 2010
Promotion (summa cum laude) | Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
2006 – 2009
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Ordnungsdenken und Social Engineering als Reaktion auf die Moderne. Nordwesteuropa, 1920er bis 1950er Jahre“ | Institut für Geschichte, Universität Oldenburg
Juni 2006
Magister Artium (1,0 – mit Auszeichnung) | Humboldt-Universität zu Berlin
2003 – 2004
Studium der Geschichtswissenschaften und Europäischen Ethnologie | Stockholms Universitet
2000 – 2006
Studium der Skandinavistik und der Neueren und Neuesten Geschichte | Humboldt-Universität zu Berlin
3. März 1980
Geboren in Berlin

Publikationen


A. MONOGRAFIEN

A4: Welt-Bildner. Arno Peters, Richard Buckminster Fuller und die Medien des Globalismus, 1940-2000, Wien/Köln/Weimar 2021 (Verlagsseite)
A3: Das Peckham-Experiment. Eine Mikro- und Wissensgeschichte des Londoner „Pioneer Health Centre“ im 20. Jahrhundert, Wien/Köln/Weimar 2014 (Verlagsseite)
Rezensionen: H-Soz-Kult (Franziska Rehlinghaus), sehepunkte (Iris Borowy), Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (Jens Gründler, 102:2, 2015), Berichte zur Wissenschaftsgeschichte (Nora Binder, 39:1, 2016), Historische Anthropologie (Pascal Germann 24:2, 2016)
Übersetzungsförderung durch den Fonds „Geisteswissenschaften International“ (2017); geringfügig überarbeitet und ins Englische übersetzt erschienen als:
A2: Pioneering Health in London 1935-2000. The Peckham Experiment, Abingdon/New York 2019 (Verlagsseite)
A1: Geordnete Gemeinschaft. Architekten als Sozialingenieure – Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2010 (Verlagsseite)
Rezensionen: H-Soz-Kult (Till Kössler), NORDEUROPAforum (Klaus Müller-Wille, 2, 2011), Zeitschrift für Ideengeschichte (Tim B. Müller, VI:4, 2012)




B. HERAUSGEBERSCHAFT

B1: (mit Hanna Engelmeier und Timo Luks:) „Epistemologie der Gruppe“, Mittelweg 36 (2019/2020), H. 5/6


C. AUFSÄTZE (MIT PEER-REVIEW)

C9: Histories in and of the Anthropocene – Commentary (Kommentar zum Sonderheft von Geschichte und Gesellschaft: „Writing History in the Anthropocene“, 2020) (im Erscheinen)
C8: Ein Atavismus der Hochmoderne? Die Sommerzeit als „Social Engineering“ (1907-1982), in: Historische Zeitschrift 307 (2018), S. 1-41
C7: Die „Eine Welt“, in: Emmanuel Droit/Jan Hansen/Frank Reichherzer (Hg.): Den Kalten Krieg Vermessen. Über Reichweite und Alternativen einer binären Ordnungsvorstellung, Berlin 2018, S. 75-92 (open peer review)
C6: Ökolopoly. Spielen, Wissen und Politik um 1980, in: Nach Feierabend 2016 (Themenheft: „Wissen ca. 1980“), S. 145-159
C5: In Search of the „Human Scale“ – Delimiting the Social in German and Swedish Urban Planning in the 1930s and 1940s, in: Journal of Urban History 49 (2016) (Themenheft: „In Search of the Social: Languages of Neighbourhood and Community in Urban Planning in Europe and Beyond, 1920-1960“), S. 1044-1064
C4 : Architecture and Urban Planning as Social Engineering. Selective Transfers between Germany and Sweden in the 1930s and 1940s, in: Journal of Contemporary History 51 (2016) (Themenheft: „Social Engineering and National Socialism“), S. 22-39
C3 : „A Laboratory of Anarchy“? The Peckham Health Centre and the Experimentalization of the Social, 1935-1950, in: Journal of Modern European History 13 (2015) (Themenheft „Experimental Spaces – Planning in High Modernity“), S. 480-498
C2: Selbstverantwortung als Experiment: Das Londoner „Pioneer Health Centre“ (1926-1950), in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 10 (2013), S. 366-389 (Themenheft „Zeitgeschichte der Vorsorge/Contemporary History of Prevention and Provision“) (Onlineausgabe)
C1: „Eine Welt“. Globales Interdependenzbewusstsein und die Moralisierung des Alltags in den 1970er und 80er Jahren, in: Geschichte und Gesellschaft 38 (2012), S. 158-184


D. AUFSÄTZE (OHNE PEER-REVIEW)

D23: Victor Papaneks Dosenradio (ca. 1962). Globalismus, vermarktungskritischer Design-Aktivismus und die Entdeckung der „echten Bedürfnisse“ in den 1970er Jahren, in: Benjamin Möckel/Jürgen Finger (Hg.): Quellenanthologie Moral und Ökonomie (eingereicht, erscheint vorauss. Ende 2021)
D22: (Anti-)Kapitalismus im Comic: „Das Geschichtsbuch“ (1970/71), in: Thomas Kroll/Bettina Severin-Barboutie (Hg.): Wider den Kapitalismus. Antikapitalismus in der Moderne, Frankfurt a. M. (zum Druck angenommen, erscheint im Mai 2021)
D21: Zus. mit Hanna Engelmeier und Timo Luks: Epistemologie der Gruppe. Forschungsperspektiven 1920-2000, in: Mittelweg 36 28/29 (2019/20), S. 3-21
D20: Performanz und performance: Richard Buckminster Fuller denkt laut über sein Leben nach, in: Thomas Etzemüller (Hg.): Der Auftritt. Performanz in der Wissenschaft, Bielefeld 2019, S. 371-387
D19: Politischer Funktionalismus? Der architektonische Modernismus in Schweden um 1930 und das deutsche Vorbild, in: Jörg Stabenow/Ronny Schüler (Hg.): Vermittlungswege der Moderne. Neues Bauen in Palästina (1923-1948). The Transfer of Modernity ― Architectural Modernism in Palestine (1923-1948), Berlin 2019, S. 275-285
D18: Raumgestaltung als Sozialtechnologie? Eine Selbsterkundung aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive, in: Andreas Brenneis u.a. (Hg.): Technik – Macht – Raum. Das Topologische Manifest im Kontext interdisziplinärer Studien, Heidelberg 2018, S. 251-272
D17: The Experimentalization of the Social – Activation, Participation and Social Self-Organization as Scientific Facts in the 1940s, in: Alfons Bora u.a. (Hg.): Society, Regulation and Governance. New Modes of Shaping Social Change?, Cheltenham 2017, S. 153-164
D16: „Fernmoral“ – Zur Genealogie des glokalen Gewissens, in: Merkur 70 (2016), H. 807, S. 40-51
D15: „Eine Welt“ im Bild – Medialisierungen des Selbst/Welt-Verhältnisses in den 1970er und 1980er Jahren, in: Ariane Leendertz/Wencke Meteling (Hg.): Die neue Wirklichkeit. Semantische Neuvermessungen und Politik seit den 1970er Jahren, Frankfurt a. M. 2016, S. 63-91
D14: The Case of Sweden. Functionalist Approaches in the „People’s Home“, in: Evelin van Es u.a. (Hg.): Atlas of the Functional City. CIAM 4 and the Comparative Urban Analysis, Zürich/Rotterdam 2014, S. 354-367
D13: „Spuren im Schnee“. Wohnbedürfnisforschung, Bewohnerkonstrukte und Bewohnererziehung in Deutschland und Schweden, 1920er bis 1950er Jahre, in: Johanna Hartmann u.a. (Hg.): Wohnen Zeigen, Bielefeld 2014, S. 101-118
D12: Circles within Circles. Visions and Visualizations of the City of Tomorrow, in: Jörn Düwel/Niels Gutschow (Hg.): „A Blessing in Disguise“. War and Town Planning in Europe 1940-1945, Berlin 2013, S. 52-64 (Der Band hat den „Architectural Book Award“ des Deutschen Architekturmuseums erhalten.)
D11: From Trees to Nodes: The Fate of the „Neighbourhood“ in Post-War Europe in: Jörn Düwel/Niels Gutschow (Hg.): „A Blessing in Disguise“. War and Town Planning in Europe 1940–1945, Berlin 2013, S. 374-378
D10: Fiktionaliseringer af funktionalismen i Sverige – 1930/1940, in: Kritik 204 (2012) (Themenheft „literature and architecture“), S. 36-41
D9: „Guilt by Association“? „Nyrealism“, „New Empiricism“ und Funktionalismus in der schwedischen Architekturdebatte der 1940er Jahre, in: Kai Krauskopf/Hans-Georg Lippert/Kerstin Zaschke (Hg.): Neue Tradition – Vorbilder, Mechanismen und Ideen, Dresden 2012, S. 235-250
D8: Arno Peters, die Peterskarte und die Synchronoptische Weltgeschichte. Mediale Repräsentationen der „Einen Welt“ 1950-1990, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 59 (2011), S. 824-846
D7: Von Vällingby nach Sennestadt: Der deutsche Blick nach Norden, in: Jörn Düwel/Michael Mönninger (Hg.): Zwischen Traum und Trauma. Stadtplanung der Nachkriegsmoderne, Berlin 2011, S. 57-69
D6: Footprints in the Snow. Power, Knowledge and Subjectivity in German and Swedish Architectural Discourse on Needs, 1920s to 1950s, in: Sven-Olov Wallenstein/Helena Matsson (Hg.): Swedish Modernism. Architecture, Consumption and the Welfare State, London 2010, S. 160-169
D5: „Gesunde und falsche Baukunst“ – Kollektiv und Körper im Architekturbuch acceptera (1931), in: Stefanie von Schnurbein/Lill-Ann Körber (Hg.): Gesundheit/Krankheit. Kulturelle Differenzierungsprozesse um Körper, Geschlecht und Macht in Skandinavien, Berlin 2010, S. 127-150
D4: Eine Moderne nach „menschlichem Maß“. Ordnungsdenken und Social Engineering in Architektur und Stadtplanung – Deutschland und Schweden, 1920er bis 1950er Jahre, in: Thomas Etzemüller (Hg.): Die Ordnung der Moderne. Social Engineering im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2009, S. 109-128
D3: A Kind of Paradise and Role Model? – North European Architecture and Urban Planning in German Programmatic Texts of the 1940s and 1950s, in: Antje Wischmann/Caroline Spliid Høgsbro (Hg.): Nortopia. Nordic Modern Architecture and Postwar Germany, Berlin 2009, S. 30-44
D2: „Sund och falsk bostadskonst“ – Kollektiv och kropp i arkitekturboken acceptera (1931), in: Kristina Engwall/Magdalena Bengtsson Levin/Stefanie von Schnurbein (Hg.): Hälsa – makt, tolkning, styrning, Stockholm 2008, S. 113-132
D1: Gläserne Stadt – Gläserner Mensch. Architektur, Literatur und Transparenz in den 1930er Jahren in Schweden, in: fastforeword-magazin 0/1 (2007), S. 19–28, 17–24, http://ffw.denkraeume-ev.de/0-07/kuchenbuch


E. LEXIKONARTIKEL

E1: Art. „Globalisierung“ („Weltgesellschaft“, „Weltsystem“), in: Ernst Müller/Barbara Picht/ Falko Schmieder (Hg.): Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur politisch-sozialen und kulturellen Semantik in Deutschland (in Vorbereitung)


F. REZENSIONEN UND TAGUNGSBERICHTE

in AfS, arthist.net, fastforeword, Francia, Gesellschaftsforschung, hsozkult.de, NPL, soziopolis.de

Lehre


Ich lehre seit 2011 und habe bislang 30 Lehrveranstaltungen angeboten, die das gesamte Spektrum des modularisierten B.A.-, Master- und Lehramtsstudiums im Bereich der Neueren und Neuesten Geschichte umfassen. Entsprechend habe ich Erfahrungen in der vorbereitenden Betreuung, der Bewertung und Nachbesprechung verschiedenster Leistungsformen sammeln können: von mündlichen Präsentationen und Prüfungen über Essays, Quellenanalysen und Hausarbeiten bis hin zu Bachelor- und Master-Thesen – und seit vergangenem Jahr auch ersten Dissertationen. Im Zuge meiner Vertretung des Freiburger Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte im akademischen Jahr 2019/20 sind überdies zwei Vorlesungen mit Abschlussklausur und zwei Examens- und Forschungskolloquien hinzugekommen.

Meine Lehrveranstaltungen gestalte ich grundsätzlich problem-, forschungs- und diskussionsorientiert. Sie widmen sich Themen, die dem gesamten Zeitraum der Geschichte der europäischen bzw. transatlantischen Hochmoderne entstammen, meist pragmatisch ausgelegt als Phase zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart. Diese Themen werden in der Regel in geografisch breiter, bisweilen auch komparativer Perspektive betrachtet. Indem ich mit den Studierenden Problemfelder wie Zeitkonflikte in der Industriegesellschaft, die „entfernte Verwandtschaft“ zwischen den politischen Gemeinschaftsutopien der Mitte des 20. Jahrhunderts oder die Entdeckung der Ökologie in dessen letztem Drittel untersuche, werden kulturelle Sinnstiftungsprozesse in ihren sozialen, politischen, ökonomischen und technischen Kontexten konturiert. Die Themenwahl gründet dabei in meinem Anspruch, auch schon Studienanfänger an vergleichsweise neue, bisweilen kontroverse Forschungsfelder heranzuführen. Denn gerade diese stellen vor Kernfragen des historiografischen Arbeitens auch abseits der akademischen Geschichtswissenschaft: Wie kommen – und wie kamen – Historikerinnen und Historiker zu ihren Fragestellungen? Welches Material und welche Methoden stehen ihnen zu ihrer Beantwortung zur Verfügung? Und nicht zuletzt: In welchem Verhältnis stehen diese Fragen zu den Anregungen der Nachbardisziplinen und zu breiteren geschichtskulturellen Diskursen?

Eine komplette Liste meiner bisherigen Lehrveranstaltungen sende ich Ihnen bei Interesse gerne zu.


Kontakt



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Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behaghel-Str. 10c
D-35394 Gießen
Tel: 0049-641-99-28163


David.Kuchenbuch [at] geschichte.uni-giessen [dot] de



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